Aktuell
Wissenschaftliche Veranstaltung am 5. Mai 2012: Maul- und Klauenseuche-Bekämpfung im 20. Jahrhundert
Ein Tierarzt im Nationalrat!
Wir freuen uns, Herrn Kollege Jean-Paul Gschwind aus Courchavon (JU) zur Wahl in den Nationalrat gratulieren zu können. Damit ist erstmals seit 1987 (Prof. Arnold Müller ZH) wieder ein Tierarzt im Eidgenössischen Parlament.
Im Schweizer Archiv für Tierheilkunde vom Dezember 1902 gratulierte die Redaktion den Kollegen Eigenmann (TG), Knüsel (LU) und Suter (BL) zur Wahl bzw. Wiederwal in den Nationalrat. 1947 waren sogar vier Tierärzte im Nationalrat (Broger AI, Degen BL, Odermatt OW und Tschumi BE) und im Ständerat Gabriel Despland (VD).
Nach wie vor sind Tierärztinnen und Tierärzte aktiv für die Gemeinschaft tätig und bringen ihre Erfahrung in die Behörden von Gemeinden und Kantonen ein. Die Vertretung unseres Berufsstandes im Eidgenössischen Parlament darf nicht nur als Ehre angesehen werden, sondern ebenso als Anerkennung für die zu Gunsten der ganzen Bevölkerung geleisteten Dienste.
Wir sind an Korrekturen und Ergänzungen der nachstehenden Liste interessiert. Ebenfalls interessiert sind wir an Namen von Kolleginnen und Kollegen, die heute oder in der Vergangenheit in Gemeinden und Kantonen wichtige Ämter hatten oder haben.
Tierärzte im Eidgenössischen Parlament:
(N=Nationalrat, S=Ständerat, Jahr der erstmaligen Wahl)
1866 Zangger Johann Rudolf N (1875 S) ZH
1867 Merz Karl N ZG
1891 Suter Johann N BL
1899 Eigenmann Carl N TG
1902 Knüsel Peter N LU
1914 Strub Heinrich N BL
1928 Carnat Germain N BE
1928 Mäder Emil N SG
1935 Broger Albert N AI
1935 Stöckli Anton N LU
1941 Despland Gabriel N (1943 S) VD
1943 Odermatt Gotthard N (1960 S) OW
1947 Degen Walter N BL
1947 Tschumi Hans N BE
1974 Fischer Josef N AG
1975 Risi Josef N SZ
1978 Tochon Robert N GE
1983 Müller Arnold N ZH
2011 Gschwind Jean-Paul N JU
Maul- und Klauenseuche-Bekämpfung im 20. Jahrhundert
Unter der Leitung des Bundesamtes für Veterinärwesen prüften die Veterinärämter der Kantone Ende Juni ihre Krisenvorbereitung auf allen Stufen mit einem fiktiven Ausbruch von Maul- und Klauenseuche in der Schweiz.
Maul- und Klauenseuche ist in der Schweiz zum letzten Mal 1980 aufgetreten. Bei vielen Kollegen in Erinnerung sind noch:
- die Fälle in der Westschweiz im Jahr 1968, die auf Abfallfutter zurückzuführen waren,
- der grosse Seuchenzug von 1965/66 mit über 50'000 erkrankten Tieren und
- die Ausbrüche entlang der Gotthardlinie, als im Sommer 1956 innerhalb kurzer Zeit 1264 Rinder und 894 Schweine an der Seuche erkrankten (s. Bild).
Die Schweizerische Vereinigung für Geschichte der Veterinärmedizin (SVGVM) ist an den Erfahrungen und Erinnerungen der Kolleginnen und Kollegen interessiert, die im vergangenen Jahrhundert die Maul- und Klauenseuche bekämpften.
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns persönliche Aufzeichnungen und Ausschnitte aus der Lokalpresse an die nebenstehende Adresse senden könnten. Sie ermöglichen damit, dass die damaligen Leistungen des Veterinärdienstes gewürdigt und die Erfahrungen weitergegeben werden können.
World Veterinary Year 2011, Poster der SVGVM
Mit vielen Zeichnungen wird die Entwicklung des Hufeisens seit dem 11. Jahrhundert dargestellt. Vermutlich wurde das Hufeisen im 4. oder 5. Jahrhundert von den Skythen erfunden. Mehr
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Die Grafen von Hallwyl verlangen schon im Jahr 1462, dass Schlachtvieh vor und nach der Schlachtung vom Fleischschauer kontrolliert wird. Die Metzger dürfen keine kranken Tiere kaufen. Mehr
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Wir erforschen und vermitteln die Geschichte der Veterinärmedizin.
Wir freuen uns auf Anfragen von Tierärztinnen und Tierärzten.
